Saturday, September 23, 2006

Die hohe Kunst, eine Bestellung zu tätigen

Wie mittlerweile durchaus bekannt sein dürfte, ist meine Frau Mutter ja seit vielen Jahren Sammelbestellerin bei so ziemlich allen großen und auch kleineren Versandhäusern in Deutschland. Dabei kommt uns - ebenfalls bekannt - nicht nur alle paar Tage ein neuer Katalog, sondern auch jede Menge Blödsinn, Nippes und überflüssiges Zeug ins Haus. Ab und an hat die ganze Bestellerei aber auch mal was Gutes. So geschehen erst kürzlich. Da flatterte nämlich ein Katalog ins Haus, in dem genau die Sorte Schrank angeboten wurde, die ich suche. Genau die Größe, die in die Zimmerecke paßt, wo dann Geschirr und Teebecher reinkommen. Also bin ich mit dem Katalog zu Frau Mutter geschlappst, hatte ihr auch schön die Seite und den Schrank markiert, damit sie mir den bestellt.
Vor ein paar Tagen trudelte dann auch ein Päckchen ein. Oder besser gesagt, es trudelte eine dieser orangenen Benachrichtigungskarten von der Post ein. Man soll nämlich nicht meinen, daß so ein Paketbote sich zwangsläufig noch die Mühe macht, ein Paket vom Auto zur Haustür zu tragen, nur um es dann womöglich wieder vom Haus zum Auto zurückzutragen, weil der Empfänger nicht anzutreffen war. Mitnichten. So eine kleine Karte ist doch viel leichter, um die abzuliefern braucht man nicht zu klingeln, und hey, wenn der Empfänger sein Paket haben will, dann soll er sich eben bewegen und es abholen! Das nennt man bei der Post dann Service. Aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall hatte dann mein Vater die Ehre, das Paket von der Post abzuholen. Ein Schrank war da allerdings nicht drin. Und von den bestellten vier Hosen für meinen Vater war auch nur eine drin, und die noch dazu in der falschen Farbe. Dafür lag noch ein netter, bunt geringelter Schal in dem Karton. So einen braucht man bei dem momentan herrschenden Wetter auch unbedingt.
So blieb meiner Mutter also nichts anderes übrig, als nochmal bei Neckermann anzurufen und sich kundig zu machen, was das denn nun wieder sollte. Schließlich will ich ja immer noch den Schrank haben, und keinen Schal. Schals habe ich zur Genüge. Da kann ich aber meine Teebecher und meine Teller nicht reinstellen. Also bitte... Im Normalfall kann es ja schließlich auch nicht so schwer sein, eine telefonisch getätigte Bestellung ordentlich aufzunehmen. Selbst die Kollegen vom China-Taxi kriegen das hin, obwohl sie kaum deutsch sprechen. Bei Neckermann scheint das aber nicht so zu funktionieren. Dachte ich jedenfalls. Aber Irrtum... Gerade eben kam nämlich meine Mutter hoch. Mit zwei Katalogen in der Hand. Mit dem Katalog, in dem die Hosen für Vattern waren, dem von Neckermann. Und dem, in dem mein Schrank war..... von Quelle.

Stimmung: hunger... ~*~ DVD: The Salton Sea

2 Comments:

Anonymous Anonymous said...

*looool* wie geil!! tja, da musst du wohl doch deine becher und teller auf dem schal abstellen, bis der schrank dann mal beim richtig versandhaus bestellt wurde *rofl*

9/23/2006 11:23 PM  
Blogger SisqoKid said...

*lol* mittlerweile ist die richtige bestellung ja gemacht, allerdings dauerts noch gute drei wochen, bis der schrank hier ist...

9/23/2006 11:31 PM  

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