Saturday, April 14, 2007

Auto fahren ist Krieg und Regale bauen ist ösig...

Heute war mal wieder so ein Tag, an dem man sich fragt, was soll das eigentlich?! Eigentlich war ja geplant, daß Vattern und ich nach Dortmund zu Oma fahren und da im Keller ein paar Regale abbauen, die einpacken und hier bei uns in der Garage wieder aufbauen. Klang ja einfach an sich. Auch wenn ich mir zugegebenermaßen schöneres vorstellen kann, um meinen Samstag rumzukriegen. Aber gut. Haben wir uns also gegen elf ins Auto gesetzt und sind losgezockelt. Und wir waren noch nicht mal richtig auf der Autobahn, da wurde mir wiedermal bestätigt: "Auto fahren ist Krieg!" Diesmal allerdings innerhalb des Autos an sich. Also zwischen mir und meinem Herrn Vater. Ich gehöre ja nun zu der Sorte Mensch, die beim Autofahren gerne "Musik mit Eiern" hört. Und die muß eben laut sein. Vattern hingegen würde aus einer Autofahrt am liebsten einen Schweigemarsch machen. Dementsprechend hat er mir alle drei Minuten die Musik leiser gedreht. Und zwar auf unter Zimmerlautstärke. Und da kann ich gar nicht drauf. Also hab ich jedes Mal wieder lauter gedreht. Musik mit Eiern, Himmel nochmal! Die muß laut, die muß man mitgröhlen können! Aber Nüsse wars. Nicht mit Vattern. Der hatte wohl eine Musik-Allergie oder sowas.
Was dafür die ganze Zeit labern durfte, war sein Navi. Und das, liebe Freunde des aktiven Breitensports, kann verdammt nervtötend sein. Vor allem nämlich dann, wenn das Teil eine Route ansagt, der Fahrer aber eine ganz andere Route fährt. Und das konsequent. Da fragt man sich doch, wozu braucht der Tünnemann eigentlich ein Navi, wenn er ohnehin woanders langfährt?! Jaaa, so lautete die Erklärung, er wär ja schon so lange nicht mehr in Dortmund gewesen und gerade im Bereich um den Flughafen wäre ja so viel umgebaut worden, da bräuchte er das halt. Wieso er dann aber schon vor der Haustür das Ding anwirft, bleibt ein Rätsel. Nervtötend war es in jedem Fall. Zumal das gute Stück auch auf Geschwindigkeitslimits achtet. Dementsprechend kam alle paar Minuten schon auf der A46 "Bitte beachten sie die Geschwindigkeitsregelungen!" Das Scheißteil hatte nämlich altes Kartenmaterial drin, wo die A46 noch mit einem Limit von 100 Sachen drin stand. Tatsächlich waren aber 120 erlaubt. Und wenn man die tatsächlich fuhr, meckerte die Automatentussi natürlich. Und das mit einer Penetranz, von der sich jeder Versicherungsvertreter eine Scheibe abschneiden könnte.
Auf der B1 in Dortmund angekommen gabs dann wieder Krieg um die Lautstärke. Ja, verdammt, ich muß dieses eine Lied laut hören! Das gehört sich einfach so! Aber nix gabs... ARGH!!! Staind bei unter 50 dB, das ist doch wohl ein ganz schlechter Witz!
Viel Zeit, mich darüber aufzuregen, hatte ich dann auch nicht, weil in Asseln Großbaustelle war und dementsprechend die Navi-Tante wieder unaufhörlich am labern war. Ich hätte das Gerät aus dem Fenster schmeißen können...

Schlußendlich kamen wir dann doch bei Oma an und sind gleich mal in den Keller. Da hätte uns dann fast der Schlag getroffen. Der Keller sa nämlich ungefähr aus wie unserer. Also wie Dresden '45. Die besagten Regale standen noch bis unter die Decke voll. Machte aber irgendwie auch nichts, wir kamen ja eh nicht bis ran. Vattern also Handy raus und zuhause angerufen. Ob Frau Mutter sich denn mal die Mühe gemacht hätte, sich den Keller anzugucken, ehe sie uns losgeschickt hatte? Hatte sie natürlich nicht. Warum auch. Leute durch die Gegend schicken geht halt schneller und ist weniger anstrengend, als sich in einen Keller zu bewegen. Ja nee, is klar. Wir kämen dann jetzt wieder ohne Regale zurück, gab Vattern noch durch, und genau das taten wir dann auch.
Aber so ganz ohne Regale wollte er ja dann doch nicht bleiben, also befand er, wir müßten unbedingt noch in den Baumarkt und mal gucken, ob es da günstigeb Regale gibt. Super Urlaub. Also sind wir bei Rückkehr direkt in den Hellweg gestratzt und haben Regale gesucht. Haben sogar welche gefunden. Schwarz und aus Kunststoff, aber angeblich Schwerlastregale. Man darf gespannt sein...
Und die mußten dann natürlich auch noch aufgebaut werden. Juchu. Gibt doch nichts schöneres, als in einer Garage mit Flachdach in praller Sonne Regale aufzubauen... Dementsprechend eilig hatte ichs dann auch.
Was nun des weiteren aus dieser Garage wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht hat ja doch auch noch ein Auto eine Chance auf einen Stellplatz dort, bevor Muttern wieder alles zumüllt...

Stimmung: passt scho... ~*~ Musik: Cross Canadian Ragweed - Hammer Down

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Oh, das mit dem Navi kenn ich... mein Vater hat jetzt auch eins, und das wollte er mir auf einer Fahrt nach Freistett mal ganz stolz vorführen... buah, was war das Ding aber nervig...!^^

4/16/2007 2:13 PM  

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