Thursday, December 21, 2006

Langeweile oder Entspannung? - Stuttgart Part IV

Der Mittwoch war so ein Tag für sich. Wenig zu tun. Erster Veranstaltungstag, aber alle, die nicht zur Show-Crew gehörten, wurden erst am frühen Abend wieder gebraucht. So auch ich. Mit anderen Worten: Freizeit. Viel Freizeit. Und ausschlafen. Hatte auch mal was für sich, zugegeben. Ich hab dann auch das Hotelfrühstück gepflegt verpennt und bin erst irgendwann nach zehn Uhr aus den Federn gekrochen. Dann gings erstmal ausgiebig duschen, wo man die Zeit schon mal hat. Danach war ich auch gleich wacher. Allerdings war's da erst kurz nach elf, und Arbeit stand wie gesagt erst abends um 18h an. Viel Zeit zum totschlagen also. Was tut man also? Ich hab's erstmal mit ein bißchen fernsehen versucht, aber die Uhrzeit war denkbar ungeeignet, abgesehen davon, daß durch das Fehlen von ARD und ZDF auch keine Nachrichten zu kriegen waren. In den drei verfügbaren Radioprogrammen lief auch nichts brauchbares. Vielleicht hätte ich doch ein Buch mitnehmen sollen...
Stattdessen mal raus aus dem Zimmer und runter in die Lobby. Zum Glück saß da gerade keiner am Internet-PC, also hab ich den mal in Beschlag genommen. Schließlich gab es ja noch ein T-Shirt zu bestellen... Gut, wenn man aus alten Chandler-Zeiten noch weiß, wo man das schnell und einfach machen kann. Noch besser, wenn man da jetzt auch mit PayPal zahlen kann. Sowas beschleunigt die Sache doch ungemein. Bleibt nur zu hoffen, daß die mit dem Drucken und Verschicken genau so schnell sind. Aber immer noch gab es Stunden zum totschlagen. Also noch eine Runde Neopets gespielt. Und irgendwann zurück aufs Zimmer, Musik hören und Fernsehzeitung lesen. Laaaaangweilig.....
Es war kurz vor 18h, als endlich wieder Bewegung in den Tag kam. Wir mußten rüber in die Halle, um dort im Foyer für die Pausen Barhocker zu stellen. Großes Stühlerücken also. Erstmal rauf in den Catering-Raum, Lagebesprechung und Verteilung der Namensschildchen, extra für uns gedruckt. Matthias im Anzug war schon ein ungewohnter Anblick. Und er war wenig begeistert, daß wir nicht alle in schwarz aufgetreten sind. Gut, die meisten von uns waren in schwarz, bis auf zwei Ausnahmen eben. Den feinen Zwirn hatte ich zwar auch nicht an, aber immerhin schwarze Arbeitshose und schwarzes Sweatshirt. Und das war scheinbar genug, um auch im Saal Stühle rücken zu dürfen. Phew... Nachdem das erledigt war, ging es dann mit vereinten Kräften ans Barhocker stellen im Foyer. Der ganze Jux dauerte bis kurz nach 20h, dann hieß es für uns erstmal wieder zurück ins Hotel, bis um halb zwölf. Die Zeit hab ich dann auch mal genutzt, um mich doch noch in den feinen Zwirn zu stecken. War ungewohnt, so mit Hemd und allem... aber ging. Man muß ja ab und an auch mal nach was aussehen. Und so ein Namensschildchen kann man sich auch viel leichter an ein Hemd als an ein Sweatshirt stecken. Hat sich die Investition damals bei H&M in Barcelona doch gelohnt.
In der Halle waren wir auch pünktlich um halb zwölf, aber da war die Veranstaltung noch im Gange und das Foyer dementsprechend bevölkert. Lauter Anzugträger. Also saßen wir erstmal wieder im Cateringraum, bzw diesmal in dem Cateringraum, der eigentlich für die Fahrer gedacht war. Die hatten nämlich einen Fernseher dort drin stehen. Gut, das Programm war fragwürdig, wie eigentlich immer um die Uhrzeit, aber immerhin war keine Totenstille im Raum. Es dauerte dann noch bis fast halb eins, bis wir endlich losschlagen und die Barhocker wieder einsammeln konnten. Das ging dank einer konzertierten Aktion aber ziemlich schnell. Dann war noch die "indische Ecke" dran, aus der wir die Deko und unsere Floor Spots entfernen sollten. Gesagt, getan. Die Deko, Plastik-Blumenkübel mit irgendwelchen Pinnen darin, die wohl Bambus darstellen sollten, waren gleichermaßen leicht wie unhandlich, die Pinne waren nämlich fast mannshoch und nur locker in den Sand gesteckt. Kein Wunder, daß man dait überall angeeckt ist und schön den Sand auf dem Boden verteilt hat. Darunter zu leiden hatte dann Matthias, der beim Versuch, einen Gaffaball wegzukicken, mit den feinen Schuhen auf dem feinen Sand ausrutschte und sich ziemlich schwungvoll eine Etage tiefer auf dem Allerwertesten wiederfand. Jeder Versuch, nicht über das Malheur zu lachen, wurde von Tim im Keim erstickt, denn der ließ seine dreckige Lache gleich mal hören, und wenn der lacht, dann lacht man mit, ob man will oder nicht. Nachdem die Deko und die Floors dann auch verstaut waren, war für uns Feierabend. Ich bin mit Matthias im Caddy zurück zum Hotel gefahren, wobei wir uns noch ein kleines Rennen mit Tim und dem Rest der "Mondeo-Crew" geliefert und auch gewonnen haben. Zurück im Hotel verschwanden irgendwie alle gleich in ihren Zimmern, nur Matthias fand, ein Feierabend-Bier ginge noch. Und recht hatte er, das ging wirklich noch, ich hab noch eins mitgetrunken. Und dann war auch Tag 4 vorbei...

Stimmung: bissi müde ~*~ Musik: ./.

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